Segeln Sardinien und Korsika 2015

sardinien aufnäher 2015

Januar 2015

Die Segelsaison beginnt mit einem einwöchigen Chartertörn zwischen Nord-Sardinien und Süd-Korsika.

Nachdem ich bei einem Adventsspiel einen Chartergutschein für Sardinien gewonnen hatte, stellte sich die Frage wann und mit wem.

Das wann hat sich schnell geklärt, nachdem ich meine Vertretung im Geschäft organisieren konnte. So konnte ein Boot gechartert werden.

Es wird eine Sun Odyssee 379 Baujahr 2012 werden. Der Ausgangshafen ist Marina Di Portisco nördlich von Olbia. Wir fliegen von Stuttgart aus nach Olbia

Februar 2015

Der zweite Schritt war mit wem. Die Crew steht seit dem 09.02. fest.

Drei Erwachsene und zwei Kinder.

Seekarten, Reiseführer und hafenhandbücher sind bestellt und schon da.

Aufnäher und Flagge sind ebenfalls in Arbeit bzw schon da.

Flüge sind gebucht.

Mai 2015

Aus Fünf wird Vier, da leider Tör_C auf krankheitsbedingt ausfällt.

Die Prognose für die Woche lautet: ! Woche Sonnenschein bei Wind bis 20 kn. Also perfektes Segelwetter.

Pass auf das Wasserventil in Bonifacio auf, sonst ist es im Wasser oder kaum mach ich es Maul zu

segeltörn sardinien 2015

Samstag, den 30.05.2015

Abfahrt zum Flughafen Stuttgart um 0200 Uhr. Nach dem Abstellen des Autos erfolgte der Transfer zum Flughafen Stuttgart. Pünktlich um 0610 startete unserer Airbus 320 von Airberlin nach Olbia. Kaum um 0840 gelandet wurden wir von einem Marinemitarbeiter abgeholt. Obwohl wir um 0930 im Marinebüro Cale dei Sardi die Formalitäten erledigt hatten, konnten wir erst um 1430 das unsere Sun Odyssee 379, namens Mirza II übernehmen. Nach erfolgreichen Checkin, Beseitigung kleinerer Mängel und dem Einkaufen der Lebensmittel für die ersten drei Tage konnten wir unser Domizil für die kommenden 6 Tage beziehen. Auf unseren ursprünglichen Plan, am Samstag noch die Marina zu verlassen mussten wir leider verzichten. Dafür trudelten immer mehr junge Franzosen auf diversen Katamaranen ein und meinten, sie müssten mit Ihrer Musik die gesamte Buch beschallen. Kaum war der Spass um 2300 vorbei ging der Krach am Sonntag um 0500 von vorne los.

Sonntag, den 31.05.2015

Cala dei Sardi – Cala Gavetta (Isla Madalena)

Distanz: 28,5 nm

Nach Frühstück und den finalen Reparaturen an unserer Yacht legten wir gegen 1030 mit Kurs auf Cala Gafften auf der Isla Malena ab. Nach kurzer Zeit konnten wir die Segel setzten und erreichten nach ca 26 nm unser Ziel. Der Wind frischte auf bis zu 7 Ft auf und ermöglichte ein genussreiches Segeln. Als wir auf Englisch den Hafenmeister anfunkten, antwortete dieser auf perfektem Deutsch. Nach dem Abendessen erkundeten wir die Stadt und beendeten den Tag mit einem Dämmerschoppen in einer Erpressobar.

Montag, den 01.06.2015

Cala Gavetta (Isla Madalena) – Bonifacio (Korsika)

Distanz: 24,4 nm

Nachdem Frühstück gingen Matthias und ich noch einkaufen und um 1100 legten wir in Richtung Bonifacio auf Korsika ab. Dies war für alle Beteiligten eine Premiere. Denn zum ersten Mal segelten wir in ein anderes Land. Nach ca 24 nm erreichten wir gegen 1700 unser Ziel. Das Einlaufen in den fjordähnlichen Hafen war sehr beeindruckend. Nach dem normalerweise auf das Ende des Törn gelegten Skipperdinners auf den heutigen Tag gelegt hatten, feierten wir noch in Michaels Geburtstag rein.

Dienstag, den 02.06.2015

Bonifacio (Korsika) – Porto Pollo

Distanz: 18,0 nm

Nach dem Frühstück planten wir als Tagesziel Porto Pollo was wir nach einem erfüllten Segel- und Motorentag gegen 1600 erreichten. Der Wind war anfangs flau, dass wir das Verkehrstrennungsgebiet motorend passierten. Dann konnten wir wunderbar mir räumen Wind segeln und verbesserten unsere Halsen. Gegen 1615 erreichten wir unser Ziel und legten an einer Boje an. Gregor und ich fuhren mit dem Dingi und Matthias war baden. Als Gregor alleine fahren wollte, spring der Motor nicht an und er wurde abgetrieben. Matthias half ihm , das Boot zurück zu bringen und Michael reparierte das defekte Paddel.

Mittwoch, den 03.06.2015

Porto Pollo – Santa Theresa

Distanz: 21,0 nm

In der Frühe probten Michael und ich das Festmachen an einer Boje und das Ankern. Gregor und Matthias dokumentierten unsere Aktionen vom Dingi aus per Kamera. Gegen 1130 starteten wir dann nach Santa Theresa an der Nordspitze Sardiniens. Es war wie immer ein wunderbarer Segeltag. Nach dem Anlegen in der Marina und dem Frischmachen, erkundeten wir die Stadt und genossen das Abendessen auf der Piazza. Wir waren uns einig, dass wir nochmals in einer Buch ankern wollten. Als Etappenziel bestimmten wir Cala Battista. Eine Ferienanlage mit einem schönen Sandstrand, an dem man auch gut und sicher vor Anker legen konnte.

Donnerstag, den 04.06.2015

Santa Theresa – Cala Battista

Distanz: 24,9 nm

Nach einem Frühstück legten wir ab. Da es in der Box und in der Gasse sehr eng war, benötigten wir ein bißchen Mithilfe der anderen Anleger und konnten so schadenfrei ablegen. Wir tankten ca 8 l Diesel nach, in der Hoffnung, dass dieser bis Freitag ausreichen würde. Vor der Insel Madalena schlief der Wind anfangs ein, dass wir moteren mussten. Auf der Höhe von Porto Palau frischte der Wind wieder auf und wieder machten mit 4 anderen Booten eine tolle Regatta über mindestens 10 Wenden. Um 1800 erreichten wir unsere Bucht Cala Battista und ankerten auf 7 m Sandgrund. Den Anker fuhren wir mit 3000 Umdrehungen sicher ein. Nach Baden und Abendessen fuhren wir mirt dem Dingi an Land und testeten die Cocktails. Sie schmeckten sehr sehr lecker.

Freitag, den 05.06.2015

Cala Battista – Cala dei Sardi

Distanz: 18,1 nm

Die Rückkehr nach der Heimatmarine stand auf dem Plan. Nach anfänglicher Flaute und Motoren konnten wir die Segel setzen und sahen eine Regatta von 50 ft Segelyachten. Dabei segelten wir mit räumen Wind gen Calla dei Sardi. Dafür mussten wir leider nochmals 6 l Diesel nachtanken. Gegen 1600 Uhr legten wir an und nach zwei Stunden war die Übernahme abgeschlossen. Es gab am Ufer ein BBQ und gegen 2300 gingen wir ein letztes Mal zum Schlafen an Bord.

Samstag, den 06.06.2015

Der Wecker klingelte um 0600 Uhr und der Taxifahrer brachte uns zum Flughafen Olbia. Die Maschine nach Stuttgart landete pünktlich in Stuttgart und um 1300 Uhr war dann unser toller Urlaub leider zu Ende

Gesamtmeilen: 133 nm

Dieselverbrauch: 14 l bei 31 Motorstunden

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zur Werkzeugleiste springen