Segeln Kroatien 2015

1aufnäher kornaten 2015

Im Sommer geht es mit Familie in die Kornaten.

März 2015

Die aktuellen Seekarten sind auch schon da

August 2015

Nur noch zwei Wochen bis zum ersehnten Seglern. Die Vorbereitungen laufen:

  • Reiseroute per Auto steht
  • Mauttickets (Videomaut und Pickel sind bestellt und schon da)
  • geplante Tarnroute ist festgelegt
  • Proviantliste wird ständig optimiert und die Mengen festgelegt
  • Technikkiste wird vorbereitet
Samstag, den 29.08.2015

Abfahrt erfolgte, wie geplant um Mitternacht.  Diese Entscheidung war goldrichtig, denn wir kamen gut durch. 15 min. später war wegen eines Unfalls schon ein langer Stau

Unsere Route:

Aalen-Ulm-München-Salzburg-Villach-Lublijana-Rijeka-via Küstenstrasse nach Sukosan.

Bereits um 13:00 Uhr kamen wir  in der Marina an. Wenn wir 60 min. für Pausen abziehen, so war die reine Fahrtzeit 12 Stunden.  ( 950 km )

Das Boot konnte  gegen 15:00 Uhr übernommen werden und die Einweisung  gemacht werden. Es erfolgte noch der Einkauf ( 1700 Kuna )nach Liste, ein Abendessen und die Eintragung der Grunddaten ins Logbuch.

Sonntag, den 30.08.2015

Wir nahmen gegen 10:OO Uhr Kurs auf die vorgelagerte Insel Uglian auf, setzten unter Segel im Zick-Zack-Kurs Richtung Nordadria die Tagesreise fort. Bei mittlerem Wind hielten wir 5 Stunden ausdauernd durch, danach motorten wir noch eine weitere Stunde. Um 16:30 Uhr legten wir  im kleinen Ort Muline mit Hilfe unseres Bojeneinfädlers an einer Boje an.

Alle machten sich bereit für den Gang in das kühle Nass. Schön!

So gegen 18:00 Uhr behoben wir das Problem, das wir beim Einholen des Segelns festgestellt haben: das Großsegel verhedderte sich beim Aufräumen bzw. Aufrollen in den Mast hinein und klemmte, Ein polnischer benachbart liegender Skipper sah zu, wie Boris alleine das Problem zu lösen versuchte , kam mit seinem Schwimmbrett angeschwommen und fragte Boris, ob er helfen könne. Später kam noch sein Freund dazu und nach fast 60 min. schafften es die drei Männer. das Großsegel ordentlich in den Mast einzurollen.

Montag, den 31.08.2015

oder bin ich den Kornaten oder in Schottland?

Nein, ich habe am Vorabend nicht zu tief ins Glas geschaut. Und nein, wir sind nicht in Schottland. Aber als wir gegen 0730 wach wurden hörten wir Signalhörner. Im Halbschlaf vermutete ich, irgendwelche Fähren, die auslaufen würden.

Als ich mich um 0800 an Deck schlich, sah erst einmal gar nichts, nur Nebel (Sichtweite ca 3 m) Die Signalhörner waren zwar von den Fähren, aber Nebelhörner. Christa und ich tasteten uns mit dem Dhinghi an Land, um einen Espresso zu trinken und einzukaufen. Nach dem Einkauf vertriebene die Sonne den Nebel und es war schönstes Wetter. Nach Baden und Frühstück machten wir von der Boje los und Motoren zu unserem nächsten Ziel auf der Insel Molat. Leider war kein Wind zum Segeln.

Dienstag, den 01.09.2015

Nach dem obligatorischen Morgenbad und ausgiebigen Frühstück planten wir die nächste Tagesetappe. Von Monat nach Marina Veli Rat auf Dugi Otok via dem vorgelagerten Riff mit einem italienischen Schiffswrack.

Nach dem Ablegen von der Boje verließen wir die Bucht und auf dem Weg zum Riff mussten wir feststellen, dass der Wind so stark war, dass wir den Plan änderten und die geschützt Bucht vor der Marina Viel Rat ansteuerten. Der Weg dorthin war Segeln pur. Das erste Mal in unserem diesjährigen Urlaub. Gegen Mittag machten wir vor Boje fest und genossen das karibik-ähnliche Flair. Gegen 1600 verholten wir in die Marina, da wir Wasser Bunkern und Batterien aufladen wollten. Am Abend genossen wir in einer Konoba leckeren Fisch. Darüber hinaus bunkerten wir noch Lebensmittel.

Mittwoch, den 02.09.215

Heute ging es entlang der Ostküste von Dugi Otok nach Birbinj auf Dugi Otok. Anfangs konnten wir segeln und auf halber Strecke mussten wir motoren. Unterwegs fuhren wir an zwei U-Boot-Bunker vorbei, wobei wir den zweiten mit dem Dinghi besichtigten, während das Boot vor Anker lag. Gegen 1530 gelangten wir in die Bucht von Birbinj und stellten fest, dass das ausgewiesen Bojenfeld nicht mehr vorhanden war. Also ankerten wir auf gut haltenden Grund. Baden, Schnorcheln und Dinghi-Ausflüge an Land rundeten den Tag ab.

Aber Schreck in der Morgenstunde. Da Morgens die See spiegelglatt war, konnten wir erkennen, dass am Meeresgrund noch die Betonblöcke des Bofjenfeldes inklusive Adertrossen war. Und unsere Kette ging genau darüber. Daher war es bei Ankerlichten spannend, ob sich unsere Ankerkette darin verhakte. Gott sei Dank ging alles gut.

Donnerstag, den 03.09.2015

Nachdem wir den Schreck überwunden hatten segelt wir Richtung Soli auf Dugi Otok. Wir wollten im Stadthafen festmachen und übernachten, da wir noch Lebensmittel bunkern wollten und das Ticket für den Nationalpark Telašćica kaufen wollten.

Freitag, den 04.09.215

Am Morgen wurden zunächst vom Hafenkapitän und der Küstenwache kontrolliert. Die Papiere waren in Ordnung. Aber im Himmel bauten sich dunkle Gewitterwolken auf. Wir wollten so schnell wie möglich in den Nationalpark, da es dort sichere Bodenfelder gab. Die sprichwörtliche „Ruhe vor dem Sturm“ zwang uns dahin zu motoren. Wir machten in der selben Bucht fest, wie das Jahr zuvor.  Baden und die Konoba besuchen stand auf dem Programm. Gegen 1800 kamen die Rangers zum abkassieren und warnten uns vor dem aufziehenden Gewitter. Die Wolken sahen bedrohlich aus, aber der „Kelch ging an uns vorüber“. Dafür kam der Regen.

Samstag, den 05.09.2015

Regen und Starkwind begrüßten uns. Daher ging ich an Deck und sicherte das Boot. Als es gegen Mittag aufklarte entschieden wir uns zur Weiterfahrt. Nach einem Mittagessensstop for dem Salzsee Mir wagten wir den Törn in die Konraden. Unser Tagesziel war der Restaurantstet Levnarka auf Levnarka. Mit gerefften Segeln zog uns der Wind in die gewünschte Richtung ans Ziel. Eigentlich dachten wir, dass an einem Samstag die Konraden relativ leer sind, da ja Charterübergabe war, aber die Steinlage war relativ voll. Der Grund.  Eine kroatische Segelhochzeit. Dennoch konnten wir anlegen und ein sehr gutes Essen genießen.

Sonntag, den 06.09.2015

Morgens beschlossen Christa, Gregor und ich den benachbarten Hügel zu besteigen. Anna bereitete derweil das Frühstück. Kurz gesagt: Diese Ausflug war genial und wir konnten einen super Blick in und aus den Kornaten werfen.

Da wir nur eine kurze Tagesstrecke vor uns hatten, legten wir erst gegen 1100 ab in Richtung Vrulje. Um 1530 waren wir schon da und wagten des Festmachen am Restaurantsteg der Konoba Robinson. Wagten deshalb, da die Wassertiefe nur 2,20 m bei einem Tiefgang von 2. war. Wir Chillen und Christa und ich erkundeten den kleinen Ort. Dabei stiessen wir auf einen Straßenverkauf für Honig, Öl, Schnaps und Liköre. Vor allem der Myrto hatte es uns angetan. Abends wurde uns Fisch vom Grill serviert.

Montag, den 07.09.2015

Nach dem Frühstück segelten wir nach Lavsa. Eine tiefeingeschnittene Bucht mit einem sehr engen Bojenfeld. Da wir einer der Ersten waren konnten wir einen guten Platz aussuchen. Im Revierführer wurde davor gewarnt, dass das Bojernfeld bei Bora unsicher sei.

Im Laufe des Nachmittages war zum Einen die Bucht voll belegt und gegen Abend erwachte die Bora mit Windstärken bis zu 30 kn. Die Folge war, dass Christa und ich abwechselnd Ankerwache hielten. Außerdem konnten man in der Vorschiffskajüte mit anhören, wie sich unsere Bavaria in die Festmachen biß. Das klang schon beängstigend. Aber wir haben die Nacht gut überstanden.

Dienstag, den 08.09.2015

Wir beschloßen von unserem Plan abzuweichen und auf der Westseite der Insel Kornat nach Zut und die ACI Marina Zut zu segeln. Beim Ablegen bemerkten wir zu spät, dass wir einen Fender verloren hatten. Bei Winden bis 27 kn hatten wir Segelspass pur. Leider spürten wir etwas Trauer, da sich langsam aber sicher der Törn dem Ende zuneigte

Wir erreichten die Marina am Nachmittag. Gregor und ich bestiegen den Berg und genossen die Aussicht. Beeindruckend war der Blick auf das denkerische Gebirge bei Zadar. Von 0 m auf 1500 m.

Abend gingen wir Kinder Marina essen.

Mittwoch, den 09.09.2015

Christa legte von der Marina ab und steuerte unser Boot in eine Bucht im Nordosten  der Insel Kornat. Im Scheitel der Bucht lag eine Konoba. Da der Wind sich drehte, mussten wir zweimal ankern. Aber immer in die falsche Richtung 😉

Dennoch war dies eine der schönsten Buchten während unseres Törns und alles ging ja gut.

Donnerstag, den 10.09.2015

Unser vorletzter Tag. Unter Starkwind (bis 28 kn) segelten wir zur Insel Vrgada zu unserer letzten Nacht an Bord. Mit bis zu 8 kn Speed ging es zum Bojenfeld. Als ich mit den Kindern und mit dem Dinghi zum Einkaufen fuhr, waren wir komplett nass geduscht. Daher kam uns die Idee, den Bojrenfeldbetreiber zu fragen, ob er uns nicht am Abend zu Essen gehen an Land fahren würde. Dies hat er gerne gemacht und wir haben exquisit gegessen.

Freitag, den 11.09.2015

Durch die Bora hat es merklich abgekühlt und auch der Wind ließ komplett nach. So mussten wir unsren letzten Tag unter Motor gen Heimatmarina Sukosan gestalten. Nach dem Auftanken machten wir um 1530 fest. Die Übergabe verlief gewohnt unkompliziert ab. Lediglich der verlorene Fender musste ersetzt werden.

Um 1800 starteten wir mit unserem Auto dem Sonnenuntergang entgegen zurück  nach Aalen. Samstag Morgen gegen 0400 kamen wir wohlbehalten zurück.

Fazit:

Es war ein toller Törn. Wir warten nicht zum letzten Mal in den Konraden. Eine 40 ft Segelyacht ist für uns vier ideal. Und vor allem: Wir wollen 2016 wieder segeln gehen.

Und zwar nach Griechenland.

Wir freuen uns schon.

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